Zehn Geschichten zu 9/11:
5. Wargames – das totale Chaos

Aus Anlass des 10. Jahrestags der Terroranschläge vom 11. September 2001 lesen Sie hier zehn kurze Geschichten, die Sie in den Leitmedien nicht finden werden. Es sind zehn Geschichten, die zeigen, wieso eine neue, unabhängige 911-Untersuchung nötig ist. Es sind zehn Geschichten, deren Wahrheitsgehalt Sie in zehn Minuten prüfen können.

Geschichte Nummer 5: Wargames – das totale Chaos

Eines der grossen Rätsel des 11. Septembers 2001 ist das Versagen der US-Luftwaffe. Wie ist es möglich, dass die ganze Welt ab zirka 8.50 Uhr live im Fernsehen verfolgen kann, was in New York und Washington vor sich geht, die US-Luftwaffe aber praktisch keine Reaktion zeigt, bis es zu spät ist?

Eine wichtige Frage. Von Seiten vieler Skeptiker wird von einer sogenannten «Stand-Down-Order» ausgegangen, also einem Befehl von höchster Stelle, der den Militärs das Einschreiten verboten hätte. Ein höchst unwahrscheinliches Szenario, die Zahl der Mitwisser wäre viel zu gross. Wesentlich erfolgsversprechender ist es, den Grund für die Nichtreaktion der Luftwaffe in den zahlreichen Übungen des US-Militärs zu suchen, die am 11. September stattfanden. Je nach Quelle wurden bis zu 8 verschiedene Wargames durchgeführt (unter vielen anderen: 1, 2, 3, 4, 5, 6).

So übte das US-Militär am Morgen des 11. September 2001 unter anderem den Umgang mit entführten Passagiermaschinen. Zu diesem Zweck wurden den diversen Flugüberwachungen im Land sogenannte «Inputs» (falsche Radarpunkte) auf die Bildschirme gespielt (1, 2). Die Folge ist klar: Sowohl den zivilen Fluglotsen der FAA (Federal Aviation Administration) als auch den Militärs von NORAD (North American Aerospace Defense Command) und NEADS (Northeast Air Defense Sector) war es in den entscheidenden Minuten unmöglich, zu unterscheiden, was real und was eine Übung war.

Rund 30 Stunden Funkverkehr zwischen FAA, NORAD und NEADS dokumentieren das Chaos (1, 2, 3, Ausschnitte hier), das in den entscheidenden Minuten im Luftraum der USA herrschte. Dazu zwei Beispiele, die zeigen, wie verloren die Fluglotsen tatsächlich waren. Um 8.43 Uhr, also 3 Minuten vor dem Einschlag von AA11 in den WTC-Nordturm, sagt NEADS-Major James Fox:

I’ve never seen so much real-world stuff happen during an exercise.

«During an exercise»? – Fox ging also immer noch von einer Übung aus. Noch erstaunlicher ist ein Ausschnitt aus der Kommunikation zwischen NEADS-Sergeant Shelley Watson und einer zivilen Fluglotsin im New York Center um zirka 8.52 Uhr:

WATSON: Yes, ma’am. Did you just hear the information regarding the World Trade Center?
NEW YORK CENTER: No.
WATSON: Being hit by an aircraft?
NEW YORK CENTER: I’m sorry?!
WATSON: Being hit by an aircraft.
NEW YORK CENTER: You’re kidding.
WATSON: It’s on the world news.

Unglaublich, aber wahr: Die zivile Flugüberwachung im betroffenen New York hatte noch 6 Minuten nach dem Einschlag von AA11 in den WTC-Nordturm keine Ahnung, dass die Entführungen echt und nicht bloss Teil einer Übung waren. Fazit: Fluglotsen und Luftwaffe hatten gar nicht die Möglichkeit, rechtzeitig zu erkennen, was wirklich abging und entsprechend zu reagieren.

Das alles interessierte die 911-Kommission nicht, sie ignorierte den Fakt, dass so viele Übungen ausgerechnet am 11. September stattgefunden hatten (wer hatte die Übungen koordiniert?) und ging deshalb auch nicht auf die möglichen Auswirkungen der Übungen ein. Die einzige Bemerkung hinsichtlich der Wargames und ihrer Folgen findet sich im Bericht in Fussnote 116 zu Kapitel 1 auf Seite 458. Da steht:

On 9/11, NORAD was scheduled to conduct a military exercise, Vigilant Guardian, which postulated a bomber attack from the former Soviet Union. We investigated whether military preparations for the large-scale exercise compromised the military’s response to the real-world terrorist attack on 9/11. According to General Eberhart, «it took about 30 seconds» to make the adjustment to the real-world situation.

Ein Statement, das jeder Grundlage entbehrt. Es ist sowohl bezüglich der Zahl der durchgeführten Übungen als auch bezüglich der Auswirkungen der Übungen auf die Reaktion der Luftwaffe eine glatte Lüge.

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2 Kommentare

  1. Günther Zwahlen
    Erstellt am 9. Januar 2013 um 00:11 | Permanent-Link

    Fehlte – oder eben in seinem vertrottelten Gehabe nicht – nur noch Rumsfeld, der allein die Befehlsgewalt zum Eingreifen lassen der Luftwaffe gehabt hätte.

  2. Wolfgang Holzer
    Erstellt am 21. August 2012 um 17:29 | Permanent-Link

    Mein spontaner Kommentar zu Geschichte Nr 5 „Wargames – das totale Chaos“
    Dass so viele Übungen der US-Luftwaffe an diesem Tag, dem 11.09.2001, angesetzt waren und durchgeführt wurden, ist ein dramatisch ungüstiges Zusammentreffen mit den tatsächlichen Anschlägen auf das WTC und Pentagon an diesem Tag. Aus der Ferne betrachtet, jedoch ohne verlässliche Informationen dazu, erscheint es mir jetzt erstmals verständlich, warum die US-Luftwaffe, offensichtlich eine der besten der Welt und der Stolz der USA, kaum die Chance hatte, den Unterschied zwischen eingespielten Übungsdaten und realen Daten auf den diversen Radar-Schirmen, zu erkennen und dem bedrohlich ernsten Anlass entsprechend zu handeln.

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